Verwirrte Kette

Ich hab sie, wie gesagt, in den Griff bekommen.

Das Ganze hat mich ein bissel Nerven kostet. Erst das Material, nur knapp 90 Gramm Wolle, ganz besondere Wolle, dann die Art und Weise, wie ich sie verarbeiten wollte/sollte/konnte und dann die Zeit.

Die Geschichte beginnt schon Ostern 2010. Da wurde der Grundstock für das Ganze gelegt.
Wir haben, wie in den Jahre zuvor auch, einen kleinen Kerl namens Aubodi von seinem Winterfell befreit. Es war für einmal Kämmen so viel, dass beschlossen wurde, es diesmal zu verarbeiten. Das Häuflein Hundwolle wurde dann an die Kardiererei unseres Vertrauens geschickt und dort auch gleich versponnen (ich kann es nicht, ich kreig beim Spinnen Luftprobleme) . Gabi hat die Wolle dann 1-fädig versponnen und mit einem ihrer Zwirngarne (5-fädig, hanggefärbt) verzwirnt.

Dann hatte ich das gute Stück Wolle hier zu Hause und grübelte über das "Wie verarbeiten"
Verstricken ging nicht, da sehr wenig Aupi-Wolle, ganze 90 Gramm.
Dann blieb nur noch Weben.



Von links nach rechts: BFL (Blueface Leicester Wolle) 2-fädig, Tussah 1-fädig, Aupi 2-fädig
Im Hintergrund sieht man die Kette aus 6 Fäden Bfl, 6 Fäden Tussah und 6 Fäden Zwirngarn von Gabi.

Und nun kommt es:
Ich hatte die Kette aus Tussah und Zwirngarnzu gleichen Teilen, je 6 Fäden, bereits fertig, zum Teil auch eingezogen, da kam mir die Idee mit der BFL.
Hmm, und nun alles wieder rückwärts? Nö.
Ich hab dann das Unmögliche (jedenfalls für Weber!) gemacht, nämlich nachträglich je 6 Fäden mit eingezogen. Klar kam, was kommen musste. Ich hatte mein Schaff mit dem Weben. Selbst schuld, da musste ich dann durch.
Dank vieler guter Ratschläge und Ideen ist das Tuch dann auch fertig geworden, nicht für den November-Termin wie ursprünglich gedacht, sondern zu Weihnachten. Das war auch gut so.
Meine Schwester hat dann unterm Weihnachtsbaum das hier gefunden.



Die unterschiedlichen Materialien wurden am Ende auch unterschiedlich "verzopft", Dreher, Zopf und Eigenkreation mit Knoten, in diesen wurden dann die Perlen (waschbare!)  eingearbeitet.
Übrigens, der Flausch kommt nicht wirklich von der BFl oder der Tussah...



Um etwas kostbare Wolle zu sparen habe ich bei dem absoluten experimentellen  Schultertuch nicht nur den absoluten Woll-Mix veranstaltet, sondern auch mit der Webdichte gespielt. Es ist in dem Mittelteil so locker und dünn, dass man das sogar um den Hals schlingen kann ohne sich zu erwürgen. Die beiden Ränder sind dichter.



Achja, dieses Tuch hat nach dem Waschen und schleudern in der Wama noch einige Zeit im Trockner verbracht....mit Anfilz-Absicht. Ich war so wahnsinnig, die kompletten 30 Min. ab zu warten, statt zwischen durch zu kontrollieren. Aber es ist mal wieder gut gegangen und der Filzgrad ist so wie er ist absolut genial und richtig. Aber geschwitzt hab ich im Nachhinein schon etwas. augen.gif

Ich bin heilfroh, dass ich mir diesen Hektik angetan hab. Warum?



Weil dieser kleine Kerl, der knuddelige Wollspender, seit 10. Januar (nach 16,5 Jahren)  nicht mehr bei uns ist. 

Nickname 12.01.2011, 17.28| (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Gewebtes

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Zufallsspruch:
Wer nur aus Berechnung, nicht aus Liebe heiratet, wird das schon in den Flitterwochen büßen können.

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